Riesen-Aufregung bei den Fohlen! Ein Top-Spieler war beim Derby plötzlich nicht dabei. Das ist der Grund.
Gladbach-Coach knallhartDie Wahrheit hinter der Stöger-Verbannung

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Bei den Fohlen derzeit außen vor: Kevin Stöger
Bei den Anhängern von Borussia Mönchengladbach gab es ungläubiges Staunen wegen der Aufstellung für das Derby gegen den 1. FC Köln. Ein bekannter Name tauchte auf der Kaderliste, die etwa eine Stunde vor dem Spielbeginn herauskam, nicht auf: Kevin Stöger.
Da der 33-Jährige vom Verein nicht als verletzt oder angeschlagen geführt wurde, gab es schnell die ersten Gerüchte. War es eine Strafaktion oder doch eine rein sportliche Entscheidung von Coach Alexander Blessin, um direkt ein Exempel zu statuieren? Die Begründung hat es für den Österreicher jedenfalls in sich.
Ausbootung ist für Stöger ein harter Dämpfer
Für Aufklärung sorgte am Mittwoch Coach Blessin höchstpersönlich und gab auf Anfrage eine unmissverständliche Antwort. „Das sind Kader-Entscheidungen, bei denen man abwägt. Wir haben junge, hungrige Spieler. Mathieu Nguefack hat mir einfach gefallen. Deshalb habe ich mich für ihn und nicht gegen Kevin Stöger entschieden“, erläuterte der 53-Jährige.
Mit dieser Ansage sendet er eine deutliche Botschaft an das ganze Team und stellt schon in seiner ersten Partie als Verantwortlicher klar: Bei der Auswahl seiner Spieler spielen weder bekannte Namen noch frühere Erfolge eine Rolle. Das berichtet „rp-online.de“.
Diese Ausbootung ist für Stöger ein harter Dämpfer und ein klares Zeichen dafür, dass er beim neuen Trainer in den ersten Wochen des Trainings anscheinend keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
Seine bisherige Zeit bei den Fohlen gleicht ohnehin einer Achterbahnfahrt voller Leistungsschwankungen. Seit er vor zwei Jahren vom VfL Bochum kam, konnte er sich nie als absolut gesetzter Spieler etablieren. In den ersten beiden Saisons stand er lediglich 31-mal in der Startformation, obwohl er stets einsatzbereit und gesund war. Schon bei Blessins Vorgängern fand er sich regelmäßig auf der Bank wieder.
Was die ganze Sache noch pikanter macht: Mit Jens Castrop, Enzo Leopold, Nicolas Kühn, Ko Itakura, Franck Honorat und Tim Kleindienst fehlten gleich sechs mögliche Leistungsträger. An ihrer Stelle bekamen die jungen Talente Mathieu Nguefack und Fritz Fleck eine Chance im Aufgebot.
Bei der 1:2-Pleite durfte Fleck sogar sein Debüt in der Bundesliga geben. Im zentralen Mittelfeld setzte Blessin von Beginn an auf das Duo Philipp Sander und Florian Neuhaus. Im weiteren Verlauf wurde mit Zento Uno ein weiterer Youngster eingewechselt, der Stöger Konkurrenz macht und auf seinen ersten Startelfeinsatz brennt.
Der Konkurrenzkampf im Mittelfeld wird für den 33-Jährigen somit härter und die Rivalen werden jünger. Im Hintergrund steht für die Borussia bei der Causa Stöger ohnehin eine weitreichende Entscheidung an, bei der es auch um viel Geld geht. Sein zum Saisonende auslaufender Kontrakt würde sich ab einer gewissen Anzahl von Spielen von selbst um ein weiteres Jahr ausdehnen. Dann müsste der Verein bis 2028 das Salär für einen Akteur aufbringen, der nächsten Sommer schon 34 wird und am Niederrhein eventuell sowieso keine Zukunft mehr hat. (red)
