„Mutter hat Tränen verdrückt“Fohlen-Talent feiert emotionale Premiere im Derby

Fritz Fleck und Borna Sosa im Duell.

Copyright: IMAGO/Eibner

Fritz Fleck, hier im Duell gegen Borna Sosa, durfte erstmals in der Bundesliga ran.

Ein Gladbach-Talent erlebt seinen ersten Einsatz ausgerechnet im Duell gegen den FC.

Für Borussia Mönchengladbach war die 1:2-Pleite im Derby gegen den 1. FC Köln der nächste schmerzhafte Dämpfer. Aber trotz des Frusts gab es auch einen Grund zur Freude.

Ein Nachwuchsmann aus der eigenen Jugend bekam am Sonntag nämlich seine allererste Chance im Oberhaus: Fritz Fleck (19) erlebte sein Debüt im Profifußball.

Eltern sehen Bundesliga-Debüt im Stadion

Der junge Spieler kam in der 80. Spielminute für Daiki Hashioka (27) in die Begegnung und war auf der Stelle hellwach. Fleck machte sofort ordentlich Betrieb vor dem Kasten der Kölner, obwohl das Tor zum Ausgleich nicht mehr fallen sollte.

Coach Alexander Blessin (53) fand nach der Partie lobende Worte für die Leistung des Neulings: „Fritz kam rein und hat versucht, ohne Nervosität aufzuspielen. Er wollte die Bälle und er hat gute Aktionen gehabt.“ Das berichtet „bild.de“.

Ein großer Traum wurde für Fleck persönlich wahr. „In der Bundesliga zu spielen, ist ein Traum, auf den man eigentlich sein ganzes Leben hinarbeitet“, sagte er im Gespräch mit „Fohlen-TV“. Dass sein erster Einsatz dann auch noch im Prestigeduell passierte, fand er „umso geiler“. Auf der Zuschauertribüne wurde es besonders emotional: „Meine Eltern waren auch da, meine Mutter hat auch die eine oder andere Träne verdrückt.“

An den Augenblick, als er aufs Feld gerufen wurde, wird sich der 19-Jährige ewig erinnern. „Wenn du dann deinen Namen hörst und eingewechselt werden sollst, schaust du einmal hoch, siehst 50.000 Fans“, schilderte er die Situation. Was ihm da durch den Kopf ging: „Einfach geil, das ist wirklich wie ein Traum.“ Richtig angekommen ist das Ganze bei ihm noch nicht. „Ich kann das auch noch nicht ganz so realisieren. Ich muss jetzt erst einmal ein paar Tage darüber schlafen.“

Trotz des Jubels über sein Debüt bleibt Fleck auf dem Teppich und ist sich bewusst, dass das nur der Startschuss war. „Jetzt heißt es, weiterzuarbeiten. Man darf jetzt nicht daran denken, dass man es geschafft hat“, unterstrich er. Seine Marschroute ist eindeutig: „Sondern versuchen, die nächsten Spiele zu machen, sich weiterzuentwickeln, einfach Gas zu geben. Und einfach den Traum leben.“ Eventuell wartet bereits am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) im Borussia-Park gegen Hoffenheim die nächste Bewährungsprobe. (red)