„Kindergarten-Fußball“Gladbach-Coach reagiert auf Wut-Rede des Kapitäns

Borussia-Coach Eugen Polanski kommt auf den Trainingsplatz im Zuge einer öffentlichen Trainingseinheit vor dem Heimspiel gegen die SV Elversberg.

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Borussia-Coach Eugen Polanski kommt auf den Trainingsplatz im Zuge einer öffentlichen Trainingseinheit vor dem Heimspiel gegen die SV Elversberg.

Nach der Pleite in Leipzig legte Tim Kleindienst gleich den Finger in die Wunde.

Am Niederrhein ist die gute Stimmung nach einer starken Vorbereitung und dem klaren 5:0-Sieg im Pokal gegen Schott Mainz schlagartig verschwunden. Zum Start in die Bundesliga gab es eine bittere 0:3-Klatsche bei RB Leipzig, die das Team unsanft auf den Boden der Realität zurückholte.

Unmittelbar nach Abpfiff nahm Kapitän Tim Kleindienst (31) kein Blatt vor den Mund und kritisierte die Vorstellung seines Teams scharf: „Wir hatten schon Chancen, sie zu schlagen. Dann dürfen wir halt nicht solchen Kindergarten-Fußball spielen, sondern müssen Männerfußball spielen.“

Polanski: „Ich verstehe schon, warum Tim das gesagt hat“

Eine Ansage mit Wumms, die selbstverständlich auch bei Coach Eugen Polanski (40) ankam. Konfrontiert mit der massiven Schelte, äußerte der Trainer der Fohlen Verständnis für seinen Spielführer. Polanski erläuterte: „Ich verstehe schon, warum Tim das gesagt hat“.

Er kritisierte, dass seine Mannschaft in den wichtigen Situationen nicht schlau genug handelte, um den Kontrahenten aufzuhalten. „Wenn wir unangenehm für den Gegner sein wollen, dann müssen wir in den entscheidenden Situationen auch mal das Spiel unterbrechen. Das haben wir bei den Gegentoren nicht geschafft.“

Die Defensive bei Kontern hätte besser funktionieren müssen, entweder durch das Zustellen von Passwegen oder durch ein taktisches Foul – nichts davon passierte. Das berichtet „bild.de“.

Die Aneinanderreihung von Patzern in Leipzig war wirklich erschreckend und untermauerte die „Kindergarten“-Schelte. Beim ersten Gegentor konnte Wael Mohya (17) seinen Kontrahenten Ridle Baku nicht halten, der nach einer Kombination mit Tidiam Gomis unbedrängt abschließen durfte.

Ein katastrophaler Fehlpass von Kevin Stöger (33) leitete das 0:2 ein, wodurch Antonio Nusa bei einer hoch stehenden Defensive viel zu viel Platz hatte. Und das 0:3 durch den ehemaligen Gladbacher Rocco Reitz resultierte aus einem überflüssigen Ballverlust von Philipp Sander (28) während des Aufbauspiels.

Solche kindlichen Patzer muss die Fohlenelf schnellstmöglich vermeiden. Bereits am Samstag (15.30 Uhr) kommt es zum ersten Heimspiel in der Bundesliga gegen den Neuling Elversberg. Andernfalls könnte der Auftakt in die neue Spielzeit zu einem kompletten Desaster werden. (red)

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