Gladbach geht unterFliegt Polanski nach diesem Grusel-Auftritt?

Eugen Polanski beobachtet das Spiel.

Copyright: IMAGO/Beautiful Sports

Eugen Polanski steht nach drei Spielen mit null Punkten da.

Aktualisiert

Borussia Mönchengladbach verliert sang- und klanglos in Freiburg.

Oh weh, Borussia! Der Fehlstart ist endgültig perfekt. Und nach dem Grusel-Auftritt der Fohlen beim SC Freiburg könnte es nun auch für Trainer Eugen Polanski ganz schnell eng werden.

Beim SC Freiburg gab es in den vergangenen Jahren für Gladbach wenig zu holen. Doch diesmal wurde es besonders übel. Mit 0:5 verlor die Polanski-Truppe – und Kapitän Tim Kleindienst flog mit Gelb-Rot vom Platz.

Polanski startet noch schlechter als Vorgänger Seoane in die Saison

Vor fast genau einem Jahr hatte Polanskis Vorgänger Gerardo Seoane nach drei Partien und nur einem Punkt gehen müssen. Yannik Engelhardt (23./79.) und Igor Matanovic (29./77.) trafen jeweils doppelt für die Breisgauer, die erstmals überhaupt nach drei Spieltagen mit der Maximalausbeute von neun Punkten dastehen.

Den Endstand besorgte Maximilian Eggestein (86.). Gegen den Lieblingsgegner aus Gladbach ist der Sport-Club seit elf Partien ungeschlagen, die letzte Heimniederlage gegen die Fohlenelf in der Bundesliga liegt gar 24 Jahre zurück.

Am Niederrhein hatte es nach der bitteren 3:4-Heimniederlage gegen Aufsteiger Elversberg bereits gewaltig rumort. Kleindienst äußerte deutliche Kritik an seinen Mitspielern („weniger TikTok gucken“), wurde daraufhin von der sportlichen Führung zu einem klärenden Gespräch gebeten. Dazu wächst im Umfeld die Ablehnung gegenüber Polanski. Der Trainer setzte in der schwierigen Situation auf etwas mehr Erfahrung in der Startelf.

Dennoch war die Verunsicherung spürbar, Freiburg übernahm sogleich das Kommando. Philipp Treu (10.), Engelhardt (12.) und Matthias Ginter (16.) kamen früh zu guten Chancen, die Fohlen konnten sich kaum einmal befreien. Nach einer Ecke segelte dann Moritz Nicolas unter dem Ball durch, der Ex-Gladbacher Engelhardt nickte am zweiten Pfosten ohne Mühe ein. Von der Borussia kam derweil offensiv gar nichts, es passte ganz wenig zusammen.

Stattdessen traf Matanovic mit einer Direktabnahme von der Strafraumkante, vom Innenpfosten sprang der Ball ins Tor. Yuiki Suzuki hätte allein vor Nicolas noch erhöhen können (38.), Gladbach war mit dem 0:2 zur Pause noch gut bedient.

Auch die guten Vorsätze für Durchgang zwei waren dann schnell dahin, Kleindienst flog nach einem zweiten unnötigen Foul vom Feld. In Unterzahl schaffte die Elf vom Niederrhein kaum Entlastung, ließ sich weit hinten reindrücken.

Zumindest stand der tiefe Abwehrblock nun weitgehend stabil, Freiburg kam nicht mehr zu der Fülle an Chancen wie in Halbzeit eins. Das änderte sich erst in der Schlussviertelstunde, als der SCF die Führung weiter ausbaute. (are/sid)

Luftduell zwischen Tim Kleindienst und Philipp Lienhart.

Gladbach-Einzelkritik Zwei Sechsen und viele Fünfen beim Borussia-Debakel