Nach dem Debakel gegen Elversberg brodelt die Gerüchteküche: Wer bekommt die Chance in Freiburg?
Warum spielte er durch?Polanski stärkt Youngster nach Patzer den Rücken

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Gladbach-Trainer Eugen Polanski mit den Youngstern Mathieu Nguefack (l.) und Wael Mohya.
Die 3:4-Schlappe gegen Elversberg hat bei Borussia Mönchengladbach für ordentlich Zündstoff gesorgt. Alle fragen sich vor allem eines: Mit welcher Aufstellung wird Eugen Polanski am Samstag (15.30 Uhr) in das knifflige Auswärtsmatch gegen den SC Freiburg gehen?
Ein Spieler steht dabei besonders im Fokus: Mathieu Nguefack. Gegen Elversberg gab der 18-Jährige seinen Einstand in der Anfangsformation. Er bereitete zwar ein Tor vor, machte aber auch einen fatalen Patzer, der den 3:3-Ausgleich zur Folge hatte.
Polanski über Nguefack: „Das macht er auch in jedem Training“
Zahlreiche Anhänger wunderten sich, weshalb das junge Talent auf dem Rasen bleiben durfte. Jetzt hat Polanski den Grund dafür verraten: „Wir haben während des Spiels überlegt, ihn runterzunehmen. Letztlich wurde uns die Entscheidung abgenommen, weil mehrere Spieler muskuläre Probleme hatten und ausgewechselt werden mussten.“
Deshalb mussten beispielsweise die beiden Außenverteidiger Joe Scally und Lukas Ullrich früher als geplant raus. Das berichtet „rp-online.de“. Der Coach stärkt seinem Schützling aber trotz des Fehlers uneingeschränkt den Rücken. Mit 12,04 Kilometern legte Nguefack die weiteste Strecke aller Akteure zurück. „Das macht er auch in jedem Training“, so Polanski, der betonte, dass sich der Mittelfeldakteur seine Chance redlich verdient hatte.
Auch wenn er am Wochenanfang einen leicht erschöpften Eindruck machte, ist der Trainer überzeugt: „Ich glaube, dass er zwei oder drei Dinge deutlich besser machen kann und auch besser machen wird. Wir müssen ihn bestärken.“
Polanski hielt sich bedeckt, ob Nguefack in Freiburg wieder in der Startelf stehen wird. Der erfahrene Kevin Stöger stellt eine Option dar. „Die Idee war, Matti gegen Elversberg Kilometer sammeln zu lassen und später einen Spieler mit mehr Erfahrung einzuwechseln. Wir können es aber auch genau andersherum machen“, erklärte der Coach. Ein deutliches Statement folgte aber trotzdem: „Wenn er in der Startformation steht, dann aus Überzeugung.“
Spannung versprechen auch die anderen Mannschaftsteile. Im Tor wird Moritz Nicolas trotz eines ungewohnten Fehlers weiterhin die Nummer eins bleiben. In der Defensive ist Joe Scally als Vertreter für den angeschlagenen Daiki Hashioka fest eingeplant, während Ko Itakura und Vize-Kapitän Kevin Diks die Innenverteidigung bilden dürften.
Kleindienst wartet auf ersten Treffer, Neuhaus bald mit Einsatzzeit?
Für die Tore sollen Franck Honorat und Hugo Bolin, der zuletzt doppelt traf, sorgen. Unterdessen wartet Spielführer Tim Kleindienst noch auf sein erstes Tor in dieser Saison.
Weiterhin nicht dabei sind für Polanski Nicolas Kühn, Daiki Hashioka, Yukhym Konoplia, Jens Castrop und Enzo Leopold. Einem Bericht von Sky zufolge gibt es bei Kühn jedoch die Aussicht auf ein baldiges Comeback, was die ursprünglichen Befürchtungen entkräftet.
Gewissheit soll eine MRT-Untersuchung am Montag liefern. Auch Florian Neuhaus rückt wieder in den Fokus. Polanski machte deutlich, dass dieser keineswegs aus dem Rennen ist und jederzeit mit Einsatzzeit rechnen kann. (red)
