Der Gladbach-Kapitän hatte nach den jüngsten Pleiten Kritik an seinen Teamkollegen geübt. Für Sportchef Rouven Schröder ist das offenbar kein Problem.
„Möchten wir genauso haben“Gladbach mit Klarstellung bei Kleindienst

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Gladbach-Sportchef Rouven Schröder auf einer Pressekonferenz der Fohlen.
Jetzt sollen alle an einem Strang ziehen: Borussia Mönchengladbach will von einem vermeintlichen Maulkorb für Kapitän Tim Kleindienst nach dessen deutlichen Aussagen nichts wissen!
Ganz im Gegenteil. „Tim ist unser Kapitän, der geht voran, das möchten wir genauso haben. Ich glaube, das haben wir alle vermisst im letzten Jahr“, sagte Sportchef Rouven Schröder am Donnerstag.
Schröder verteidigt Kleindienst, Polanski verteidigt Nguefack
Der lange verletzte Kleindienst hatte sowohl nach der Auftaktniederlage gegen RB Leipzig („Kindergarten-Fußball“) als auch nach der Heimpleite gegen Elversberg („weniger TikTok gucken“) deutliche Kritik an Mitspielern geäußert. Danach hatte die sportliche Führung ein klärendes Gespräch mit dem 31 Jahre alten Angreifer geführt.
Von einer „gefühlten Abmahnung“ könne aber keine Rede sein, so Schröder. Es sei vielmehr gewünscht, „dass er da Finger in die Wunde legt, das möchten wir definitiv. Da gibt es auch keinen Maulkorb oder so.“
Trainer Eugen Polanski verteidigte derweil die Entscheidung, den 18 Jahre alten Startelf-Debütanten Mathieu Nguefack beim 3:4 gegen Elversberg trotz Unsicherheiten nicht ausgewechselt zu haben.
„Die Entscheidung wurde uns abgenommen, weil wir einfach zu viele Spieler hatten, die muskuläre Probleme hatten und runter mussten“, sagte Polanski. Der defensive Mittelfeldspieler sei auch für die Begegnung beim SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) eine Option.
Die Borussia steht erstmals seit elf Jahren nach zwei Spielen noch ohne Punkt da. Im Breisgau hat Gladbach zuletzt 2007 gewonnen, damals noch in der 2. Bundesliga. Der letzte Sieg im Oberhaus datiert bereits aus dem Jahr 2002. (sid)

