„Nicht heulend zu Mama laufen“Gladbach-Klartext von Ewald Lienen

Ewald Lienen steht bei einem Spiel im Stadion.

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Ewald Lienen blickt mit deutlichen Worten auf die Lage bei Borussia Mönchengladbach.

Ewald Lienen hat deutlich auf die Debatte um das Wut-Interview von Tim Kleindienst bei Borussia Mönchengladbach reagiert.

Nicht nur weil die Zähler-Ausbeute nach zwei Spielen noch bei null liegt, stehen in der bisherigen Saison-Bilanz von Borussia Mönchengladbach deutlich mehr Probleme als Punkte zu Buche.

Gladbach kämpft mit dem erneuten Bundesliga-Fehlstart, akuten Verletzungs-Sorgen und den zunehmenden Zweifeln an Trainer Eugen Polanski (40). Dass es nach dem Wut-Interview vom Samstag jetzt auch noch Diskussionen um Kapitän Tim Kleindienst (31) gibt, passt ins Bild.

Ewald Lienen: Kleindienst-Tacheles als Geschenk für Polanski

Weil der Routinier nach der 3:4-Pleite gegen die SV Elversberg am 5. September 2026 zum Rundumschlag im TV-Interview ausgeholt hatte, öffnete sich im Anschluss an die dramatische Niederlage gegen den Aufsteiger eine weitere Baustelle am Borussia-Park.

Während Kleindienst teilweise deutliche Kritik von Experten zu hören bekam, stellt sich ein ehemaliger Gladbach-Trainer hinter den sechsmaligen Nationalspieler.

Ewald Lienen (72) sagte in seinem Podcast „Der Sechzehner“: „Man kann das intern klären, wenn einer übers Ziel hinausgeschossen ist. Aber für mich ist es ein Geschenk als Trainer, wenn ein Spieler Tacheles redet.“

Auch wenn Kleindienst die Worte seiner Meinung nach besser intern gewählt hätte, bewertete Lienen den Frust des Routiniers als gutes Zeichen dafür, dass an den richtigen Stellen Leben in einer sportlich schon früh angeschlagenen Mannschaft steckt.

„Eine Mannschaft, die nicht lebt, wo keine Emotionen sind und wo dann solche Emotionen auch nicht zu einer Diskussion führen: Wie soll die aus der Sache rauskommen? Ein Trainer kann eine Mannschaft nicht alleine motivieren. Eine Motivation kommt aus den Spielern heraus“, erklärte Lienen.

Dass Klartext oft zu verhärteten Fronten statt einem reinigenden Gewitter führe, sei für ihn eine bedenkliche Entwicklung, so Lienen weiter: „Wenn ich nicht mehr in der Lage bin, mal eine klare Ansage eines älteren Spielers oder eines Trainers zu verkraften, und danach heulend zu Mama laufe oder mich beschwere, dann stimmt was nicht.“

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