Gladbachs Lazarett füllt sich weiter und weiter. Trainer Eugen Polanski wirkt ratlos.
Borussias Verletzungs-AlbtraumGladbach-Seuche macht ratlos: „Ich weiß nicht, warum“

Copyright: IMAGO/fohlenfoto
Nicolas Kühn ist der neueste Patient im Gladbacher Lazarett.
Bei Borussia Mönchengladbach reißt die Pechsträhne nicht ab. Mit Nicolas Kühn hat es nun den nächsten Spieler erwischt. Ein Muskelbündelriss zwingt den Neuzugang zu einer Pause auf unbestimmte Zeit.
Für Coach Eugen Polanski wird die Personalsituation vor dem kommenden Spiel damit noch dramatischer.
Gladbach-Alarm: Mehrere Profis können nicht voll trainieren
Am Dienstag sorgte das Training erneut für Aufregung unter den Zuschauern. Abseits des Teams spulten Kevin Diks und Philipp Sander lediglich ein leichtes Programm ab. Und auch für Mathieu Nguefack war die Session früher als geplant zu Ende. Coach Eugen Polanski konnte danach aber immerhin eine leichte Entwarnung geben: Das Trio steht für Samstag voraussichtlich zur Verfügung.
Ähnliches trifft auf Shuto Machino zu, dessen Training nur aus individuellen Übungen bestand. Einen Ausfall befürchtet Polanski bei ihm aber auch nicht. Das berichtet „rp-online.de“.
Angesichts der momentanen Lage wirkt Polanski dennoch selbst etwas ratlos. „Anscheinend trifft uns das jetzt irgendwie. Ich weiß nicht, warum. Zu viel falsch machen wir, glaube ich, nicht. Wir haben ein bisschen Pech, was vor allem die Kontaktverletzungen angeht“, meinte der Trainer.
Die Verletzung von Neuzugang Kühn trifft ihn besonders hart. „Wenn ich mich in den Jungen versetze, der zeigen will, was er kann und eine Duftmarke setzen will, und sich dann quasi am ersten Tag verletzt, dann ist das definitiv bitter für ihn und mit Sicherheit auch bitter für uns“, ergänzte Polanski.
Somit bleibt die Ausfallliste beunruhigend lang. Sowohl Yukhym Konoplia (nach Innenbandanriss) als auch Daiki Hashioka arbeiten weiter an ihrem Comeback. Insbesondere bei Hashioka, der sich in Leipzig in der Luft verletzte, ist Geduld gefragt. Man müsse sich vorsichtig herantasten, erläuterte Polanski, denn „Körperkontakt im Training noch mal etwas anderes“ sei. Die Konsequenz für die Partie in Freiburg: Mit Joe Scally steht voraussichtlich nur ein gelernter Rechtsverteidiger im Kader.
Um den Trainingsbetrieb aufrechtzuerhalten, halfen die Talente Edin Biber und der junge Schwede Samin Mujevic aus. Zento Uno ist nach seiner Verletzung am Sprunggelenk zwar wieder im Mannschaftstraining, doch laut Polanski fehlt ihm noch einiges. Er sei „ein bisschen weit weg vom Spielrhythmus“, weshalb ein Einsatz in der U23 denkbar wäre. Für den Coach verbleibt nicht mehr viel Zeit, um sein Aufgebot für die Herausforderung im Breisgau festzulegen.
Bis zum Anpfiff am Samstag (15.30 Uhr, Sky) stehen für die Mannschaft noch drei Trainingseinheiten auf dem Programm. Diese finden jedoch hinter verschlossenen Türen statt. (red)


