Nach nächstem Verletzungs-DramaGladbach setzt jetzt auf ihn: „Steckt noch so viel drin“

Gladbach-Spieler nach einem Tor.

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Gladbachs Offensive wird immer mehr zum Problemfall.

Die Fohlen im Pech: Nach der nächsten Verletzung hat Gladbach aktuell einen Hoffnungsträger.

Bei Borussia Mönchengladbach scheint die Pechsträhne kein Ende zu nehmen. Gerade erst als Verstärkung für den Angriff geholt, muss Nicolas Kühn nun wochenlang zusehen.

Ein Muskelbündelriss setzt den Neuzugang außer Gefecht, die bittere Prognose lautet: eine Ausfallzeit von vier bis acht Wochen. Ein herber Dämpfer für den Stürmer, der nach seiner Hereinnahme lediglich 25 Minuten spielen konnte. 

Bolin soll Mohya entlasten

Ohne Kühn ist Trainer Eugen Polanski nun gezwungen, mit jenen Offensivspielern zu arbeiten, die ihm schon vor der Neuverpflichtung Sorgen bereiteten. Top-Stürmer Tim Kleindienst wartet nach 180 Spielminuten weiter auf sein erstes Tor und wirkt nach seiner langen Zwangspause noch nicht wieder voll im Saft. Im Spiel gegen Elversberg saß auch Robin Hack nur auf der Ersatzbank. Franck Honorat konnte zwar mit zwei Assists überzeugen, blieb aber selbst ohne Treffer. Der Druck auf den Schultern des erst 17-jährigen Wael Mohya ist dadurch immens. 

Doch mitten in dieser düsteren Phase gibt es einen Hoffnungsschimmer: Hugo Bolin. Der Skandinavier, der im Winter leihweise zum Team stieß und im Sommer für eine Summe von zwei Millionen Euro fest unter Vertrag genommen wurde, performt eindrucksvoll. Sportchef Rouven Schröder sieht in ihm die Bestätigung für die Strategie, auf talentierte und ehrgeizige Akteure aus unterklassigen oder kleineren Ligen zu setzen. Bolin ist der lebende Beleg dafür, dass man auch mit begrenzten Mitteln „richtig viel Qualität“ einkaufen kann. Das berichtet „rp-online.de“.

Und sein Können zeigt er auf dem Platz mehr als deutlich. Auf seine zwei Treffer im Pokalspiel bei Schott Mainz ließ er gegen Elversberg gleich den nächsten Doppelpack folgen, der die Fohlen mit 2:1 in Führung brachte. Bei jeder Ballberührung spürt man Bolins Gier, den Abschluss zu suchen und für Gefahr zu sorgen. Von seinem Transfercoup ist auch Rouven Schröder begeistert: „Er ist jemand, der eine Lösung findet auf engstem Raum, einfach auch die Schnittstellen findet. Da steckt noch so viel drin.“

Doch der junge Angreifer überzeugt nicht allein durch seine Treffsicherheit. Seine sichtbare Freude am Spiel ist ansteckend, reißt die Zuschauer mit und ist genau das, was das Team in der jetzigen Situation benötigt. Er verkörpert die positive Energie, die sich die Clubführung erhofft. Ein weiterer Pluspunkt: Er entlastet seinen jungen Teamkollegen Wael Mohya, der an seiner Seite viel unbeschwerter agieren kann. Seine unbekümmerte Art ist ein entscheidender Pluspunkt, auch wenn ein Fehlpass von ihm dem 3:4 gegen Elversberg vorausging. 

Klar ist, dass Bolin die Fohlenelf nicht alleine aus der aktuellen Misere befreien kann. Aber seine Spielweise könnte genau die Initialzündung sein, die das Umfeld von Borussia jetzt so sehr braucht. Angesichts der vielen Enttäuschungen projizieren die Fans ihre gesamten Erwartungen auf ihn. (red)

Tim Kleindienst gestikuliert.

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