Der Gladbach-Kapitän teilt öffentlich aus – im Team brodelt es gewaltig.
Es soll rumorenWie die Kabine über Kleindiensts Interview-Attacken denkt

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Tim Kleindienst hat sich durch seine Wut-Interviews massiv in den Fokus gerückt.
Gladbachs Fehlstart in die Saison ist ein Desaster, und auch für den Kapitän Tim Kleindienst (30) läuft es persönlich nocht nicht rund. Nach dem 0:3 in Leipzig und dem peinlichen 3:4 zu Hause gegen Neuling Elversberg stehen bei ihm null Treffer und null Assists in der Statistik.
Das hielt den Stürmer jedoch nicht davon ab, nach beiden Partien seine Mitspieler öffentlich anzugreifen – was nun offenbar für dicke Luft in der Umkleide sorgt. Das berichtet „bild.de“.
Kleindienst hinter den Kulissen teilnahmslos?
Zuerst sprach er nach der Niederlage in Leipzig von „Kindergarten-Fußball“, dann legte er nach dem Elversberg-Debakel nach: „Wir sollten mal schleunigst unseren Fokus so hochfahren, dass er auch 90 Minuten hält. Keine Ahnung, woran es liegt, weniger TikTok gucken oder was weiß ich.“
Was vielen im Team sauer aufstoßen soll: Kleindienst scheint sich bei seiner Schelte selbst komplett auszunehmen. Seine Angriffe wirken, als zielten sie ausschließlich auf die junge Garde um Talente wie Mathieu Nguefack (18) und Wael Mohya (17) ab.
Ganz anders agiert angeblich Philipp Sander (28): Er wird als der Einzige beschrieben, der sowohl vor Kameras als auch intern aufbauende Worte findet, um gerade die jungen Profis voranzubringen.
Zudem gebe es eine Diskrepanz zwischen Kleindiensts Auftreten vor der Kamera und seinem Benehmen im Mannschaftskreis, wo er sich manchmal teilnahmslos geben soll. Das führe intern zu massivem Unverständnis, heißt es.
Die Chefetage hat auf die öffentlichen Tiraden bereits reagiert. Sportdirektor Rouven Schröder (50) pfiff seinen Kapitän zurück und stellte klar, dass dieser zu weit gegangen sei. „Die Aussagen, die Tim unmittelbar nach dem Spiel getätigt hat, waren angesichts des Spielverlaufs verständlicherweise emotionsgesteuert“, erklärte Schröder. Er ergänzte: „Mit etwas Abstand sieht auch er ein, dass er mit einigen seiner Aussagen drüber war.“
Coach Eugen Polanski (40) äußerte sich in eine vergleichbare Richtung. Er befand, die Wortwahl sei eventuell unglücklich gewesen, die Intention dahinter aber korrekt. „Ich glaube, Tim war aus der Emotion heraus vielleicht ein Stück weit drüber“, lautet das Urteil des Trainers.
Der Druck auf Kleindienst steigt vor dem richtungsweisenden Duell am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim SC Freiburg ins Unermessliche. Denn eine alte Fußball-Weisheit besagt: Wer selbst keine Leistung bringt, aber die Kollegen öffentlich an den Pranger stellt, bekommt auf Dauer ein gewaltiges Problem. (red)

