Auftakt mit zwei Niederlagen! Die Gladbach-Verantwortlichen senden nach dem Fehlstart klare Botschaften.
Klartext nach dem FehlstartGladbach-Bosse senden drei Signale

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Eugen Polanski erlebt mit Gladbach schon früh in der Saison unruhige Zeiten.
Bei Borussia Mönchengladbach herrschte nach den zwei Auftaktpartien in der Bundesliga helle Aufregung. Für gewaltigen Wirbel sorgten zwei Schlappen, vor allem das bittere 3:4 im Duell mit Elversberg trotz eines 3:1-Vorsprungs.
Um zu verhindern, dass die plötzliche Krise zu einem Dauerzustand wird, ist nun ein deutlicher Kurs erforderlich. Wie sie den Verein aus dieser schwierigen Phase manövrieren möchten, haben Eugen Polanski (40) und Rouven Schröder (50) jetzt klipp und klar dargelegt. Das berichtet „bild.de“.
Trainerfrage, Talente und Kleindienst
Ein potenzieller Tausch auf der Trainerbank ist in den Debatten von Fans und Fachleuten schon ein brennendes Thema. Innerhalb des Klubs spielt dies jedoch bislang keine Rolle; vielmehr wird die gemeinschaftliche Richtung hervorgehoben. Eugen Polanski erhält von Rouven Schröder ganz offensichtlich Rückendeckung.
Den Anteil des Coaches am misslungenen Saisonbeginn bewertet man intern anscheinend deutlich anders als zahlreiche externe Beobachter. Der Manager sieht stattdessen die Spieler in der Verantwortung: „Wir wünschen uns, dass jeder mehr Verantwortung dem Ergebnis gegenüber übernimmt.“ Nicht mannschaftstaktische, sondern persönliche Patzer hätten für die bisherige Null-Punkte-Ausbeute gesorgt.
Die Philosophie der Fohlen erlebte bei Borussia in der Sommerpause eine Renaissance: Nachwuchskräfte sollen entwickelt und zu Identifikationsfiguren des Klubs aufgebaut werden. Die Klubführung weicht von diesem Kurs nicht ab, obwohl die jungen Wilden am Null-Punkte-Auftakt beteiligt waren. Talente wie Wael Mohya (17) sowie Mathieu Nguefack (18) genießen nach wie vor uneingeschränkte Unterstützung und werden auch künftig reichlich Spielpraxis sammeln.
Polanski macht deutlich, dass man von Neulingen keine perfekten Leistungen erwarten kann. „Es gibt keine Alternative, wir wollen diesen Weg so gehen, deswegen werden wir die jungen Spieler weiter immer wieder einbinden“, so der Coach.
Auch Tim Kleindienst (31) zog die Aufmerksamkeit auf sich. Nach der 0:3-Klatsche in Leipzig wetterte der Spielführer über „Kindergartenfußball“ und schickte im Anschluss an die Elversberg-Schlappe eine Tik-Tok-Botschaft an seine Teamkameraden. Seine Ausdrucksweise war zwar intern ein Thema, eine Anweisung zum Schweigen existiert jedoch nicht.
Ganz im Gegenteil: Man ermutigt Kleindienst, auch zukünftig verbal Klartext zu reden. Schröder unterstreicht, dass genau solch ein emotionaler Leader gewünscht ist, der „den Finger in die Wunde legt“. Eine derartige Einstellung sei in der vergangenen Saison vermisst worden. (red)

