„Hilft jetzt gar nicht“Gladbach-Ikonen mit Brandrede vor Keller-Duell

Rainer Bonhof mit Anzug und Krawatte

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Rainer Bonhof mit Anzug und Krawatte.

Drei Vereins-Größen ergreifen vor dem Krisen-Showdown das Wort und senden eine eindeutige Botschaft an den Verein.

Am Sonntag (18. Oktober, 17.30 Uhr) steigt der ultimative Keller-Showdown: Borussia Mönchengladbach trifft als Schlusslicht auf den Tabellenvorletzten aus Hoffenheim.

Die Horror-Statistik der Borussia: kein einziger Punkt, dafür schon 18 Mal den Ball aus dem eigenen Netz geholt. Auch die TSG reist mit einer schweren Bürde an: Lediglich drei Punkte und 13 Gegentore stehen zu Buche.

Christoph Kramer: „wirklich zusammenstehen und Mannschaft unterstützen“

Obendrein gab es am Donnerstagabend eine schmerzhafte 2:3-Niederlage in der Europa League bei Besiktas Istanbul. Aber die Stimmungslage könnte unterschiedlicher nicht sein: Während bei den Gästen aus dem Kraichgau noch eine gewisse Gelassenheit herrscht, ist die Lage in Gladbach nach den üblen Krawallen beim Derby extrem angespannt.

Angesichts dieser brisanten Situation ergreifen jetzt drei echte Vereins-Ikonen das Wort. Ein dringlicher Aufruf an den kompletten Klub kommt von Rainer Bonhof, Horst Köppel und Christoph Kramer.

Ihre Botschaft ist eindeutig: Der drohende Fehlstart mit sechs Niederlagen und der dritte Abstieg in der Club-Historie sind nur dann zu vermeiden, wenn Management, Team und Anhänger eine unzertrennliche Einheit bilden. Das berichtet „bild.de“.

Die Gladbach-Ikone Horst Köppel findet deutliche Worte und betont, dass die Phase der Entschuldigungen beendet sein muss. „Was jetzt in so einer bedrohlichen Situation wirklich gar nicht mehr hilft, sind Schuldzuweisungen und Diskussionen, wer was verbockt hat“, so der 76-Jährige.

Es sei nicht die Zeit für tiefgreifende Auswertungen oder lange Ansprachen, sondern es zählten nur noch Erfolge auf dem Platz. Um das zu erreichen, sei die uneingeschränkte Unterstützung der Fans und der Vereinsführung für das Team unerlässlich.

Allerdings sieht Köppel auch die Spieler in der Verantwortung. Das Team habe die Aufgabe, am Sonntag gegen Hoffenheim sofort zu überzeugen. „Wenn die Zuschauer schon in den ersten Zweikämpfen den totalen Willen spüren, dann werden sie auch für die zusätzlichen Prozente sorgen, die gegen Hoffenheim nötig sind“, lautet seine Forderung. Das sei der einzige Weg, um das Blatt zu wenden und für eine bessere Atmosphäre zu sorgen.

Eine eindringliche Mahnung kommt ebenfalls von Weltmeister Christoph Kramer im Podcast „Copa TS“, der vor einer Abwärtsspirale warnt. Er möchte unter allen Umständen vermeiden, dass „dieses toxische, sarkastische und aggressive Verhalten ins Stadion“ Einzug hält, wie man es von anderen großen Klubs kenne. Vielmehr sei es jetzt entscheidend, „wirklich zusammenstehen und diese Mannschaft unterstützen“. Eine „Symbiose“ sei laut Kramer das Gebot der Stunde.

Sogar Boss Rainer Bonhof, der sich nach den Krawallen in Köln noch über „Enttäuschung und Scham“ äußerte, wählt jetzt einen beschwichtigenden Ton. Sein Aufruf richtet sich an die Fans, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen: „Lasst uns gemeinsam beweisen, dass wir die Unterstützer sind, die dieser Verein und diese Mannschaft brauchen und die Borussia Mönchengladbach seit jeher ausgezeichnet hat!“ (red)