„Hat mir sehr geholfen“So will Gladbachs Japan-Juwel das Vertrauen zurückzahlen

Zento Uno führt den Ball.

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Zento Uno überzeugte nach seiner Einwechslung im Derby.

Zento Uno redet offen über seinen schwierigen Anfang und die aktuelle Flaute bei den Fohlen.

Für Zento Uno war der Beginn bei Borussia Mönchengladbach ein echter Albtraum. Der im Sommer an den Niederrhein gewechselte Japaner wurde sofort von einer Muskelverletzung lahmgelegt.

Anstatt auf dem Spielfeld zu glänzen, war er zur Untätigkeit verdammt. Eine harte Prüfung für den Neuzugang, der die unfreiwillige Auszeit aber auch zur Eingewöhnung an das Leben in Deutschland nutzte. Er sei dem Klub für die Hilfe in dieser Zeit „sehr dankbar“.

Lobeshymne auf Coach Blessin

Der große Augenblick folgte dann am letzten Sonntag: Seinen Einstand für die Fohlen gab Uno im Derby in Köln. Eine Mischung aus Freude und enormer Anspannung. „Ich war sehr glücklich, aber natürlich auch aufgeregt“, gibt er zu. Dass unmittelbar vor seiner Einwechslung das Gegentor fiel, machte die Lage noch komplizierter. Dennoch kam er gut in die Partie und war mit seiner eigenen Leistung zufrieden, obwohl das Resultat schlussendlich nicht passte. Das berichtet „borussia.de“.

Vor allem der Zuspruch von Coach Alexander Blessin beflügelt ihn. „Der Trainer sucht häufig den Austausch mit mir, kommuniziert viel und hat mir sehr geholfen“, so Uno. Dass Blessin ihm in einer derart schwierigen Zeit die Chance gab, ist für ihn enorm wichtig. Sein Auftrag ist deshalb eindeutig: „Dieses Vertrauen möchte ich zurückzahlen.“ Um das zu schaffen, hat er vor, weiter an sich zu schuften, um sich für weitere Spiele anzubieten und dem Team unter die Arme zu greifen.

Die Spielphilosophie des Coaches, die auf eine kompakte und aggressive Vorwärtsverteidigung baut, kommt Uno entgegen. „Ich bin ein Spieler, der gerne in Zweikämpfe geht und viele Wege macht“, beschreibt er sich selbst. Er kann defensiv ackern und sich behaupten. Zugleich weiß er um sein eigenes Verbesserungspotenzial, insbesondere im Spiel nach vorne. Seine Ambition: mehr Torgefahr ausstrahlen, Buden machen und Assists geben.

Der Wechsel von Japan in den deutschen Fußball stellt für ihn eine gewaltige Aufgabe dar. Besonders die enorme Geschwindigkeit und die physische Gangart sind ungewohnt. Daran muss er sich erst noch anpassen. Komplett neu ist für ihn zudem die Power der Anhänger auf den Rängen. Den lauten und emotionalen Support empfindet er als eine neue Erfahrung, die ihm aber riesig Spaß macht. Bei einem Traditionsklub wie Borussia merkt er den immensen Druck, der auf allen Akteuren liegt.

Die momentane sportliche Misere der Fohlen mit fünf Pleiten in fünf Partien ist ihm klar. „Nach fünf Niederlagen in fünf Spielen ist es natürlich keine leichte Situation für uns“, gibt er zu. Trotzdem glaubt er, dass die Mannschaft in die korrekte Richtung marschiert und mahnt Geschlossenheit an, um sich Stück für Stück aus dem Tief zu arbeiten.

Am Sonntag gegen die TSG Hoffenheim könnte Uno sein Debüt im ista-Borussia-Park geben. Die Erwartungen sind ihm bewusst: „Ich weiß, dass unsere Fans einen Sieg von uns erwarten.“ Er sichert zu, dass das Team alles reinwerfen wird, um diese Hoffnung zu realisieren. Für ihn selbst zählt jedoch nur der Erfolg der Mannschaft: Entscheidend ist, dass die Fohlen die drei Zähler endlich einfahren. (red)