Ansage vom TrainerPolanski nennt Gladbachs Minimalziel

Eugen Polanski und Fußballspieler beim Training

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Eugen Polanski und Fußballspieler beim Training.

Der Fohlen-Coach hat sein Saisonziel ausgegeben. Ein Ziel, das auf den ersten Blick demütig erscheint.

Der Trainer ergreift das Wort, während die Profis von Borussia Mönchengladbach bei der Formulierung konkreter Ziele noch zögern. Bislang sprachen die Spieler nur vage von Wünschen wie „mehr Gier“, eine Formulierung von Philipp Sander (28), oder dem Vorsatz, „eklig für die Gegner sein“ zu wollen, wie Kapitän Tim Kleindienst (30) es ausdrückte. Generell lautet die Devise, dass der Spielstil zügiger, direkter und couragierter werden muss.

Jetzt redet aber Eugen Polanski (40) zum ersten Mal Tacheles bezüglich der Tabellenplatzierung. Seine Antwort auf die Frage nach den Ambitionen für die neue Spielzeit lautete: „Für mich persönlich wäre das Minimalziel, den zwölften Platz aus der vergangenen Saison zu bestätigen. Allerdings mit einer völlig anderen Art und Weise.“

Was verbirgt sich hinter Polanskis „anderen Art und Weise“?

Zusätzlich unterstrich er: „Das schließt den Weg nach oben überhaupt nicht aus!“ Ein Ziel, das auf den ersten Blick demütig erscheint, besonders wenn man berücksichtigt, dass die Fohlenelf im Vorjahr lange im Abstiegssumpf steckte und erst im Endspurt den Kopf aus der Schlinge zog. Das berichtet „bild.de“.

Doch was verbirgt sich hinter dieser „anderen Art und Weise“? Der Übungsleiter erläuterte: „Alles beginnt mit einem anderen Auftreten. Wir wollen mehr Energie, mehr Aktivität, mehr Selbstverständnis und eine bessere Körpersprache zeigen“.

Ihm ist bewusst, dass es Begegnungen geben wird, „in denen wir von den Voraussetzungen her die schlechtere Mannschaft sind“. Für diese Situationen lautet die Devise, „die Lücke dann möglich kleinzuhalten“. Bei ausgeglichenen Matches ist die Erwartungshaltung eine andere: „Es gibt aber auch sehr viele 50:50-Spiele, die wir auf unsere Seite ziehen wollen.“

Spannend hierbei: Die Ansage des Coaches ist keineswegs ein unumstößliches Gesetz. Polanski verlangt von seinen Spielern Eigenverantwortung: „Ich will, dass sich die Mannschaft intern selbst Ziele setzt.“ Er stellt es der Kabine frei, ob es sich dabei um Platzierungen in der Tabelle oder um andere Vorgaben handelt: „sollen die Spieler gemeinsam entscheiden.“

Dem Führungskreis kommt in diesem Prozess eine zentrale Bedeutung zu. Schon jetzt ist klar, dass Tim Kleindienst, von Polanski als „unsere klare Führungsfigur“ bezeichnet, wieder als Kapitän auflaufen wird.

Seine Vertreter werden voraussichtlich Philipp Sander und vielleicht Kevin Diks (29) sein. Der Coach formuliert seine Erwartungshaltung unmissverständlich: „Wichtig ist, dass sich keiner hinter Kleindienst versteckt, sondern andere auch Verantwortung übernehmen!“ Genau dieses Kriterium habe auch bei der Verpflichtung neuer Spieler eine große Rolle gespielt. „Darauf haben wir bei unseren Neuzugängen geachtet - und sind auf einem sehr guten Weg“, meint Polanski abschließend. (red)

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