Neue Japan-Achse bei BorussiaWer Hashioka und Uno zum Gladbach-Wechsel inspirierte

Zento Uno und Daiki Hashioka im Training.

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Zento Uno und Daiki Hashioka sind die beiden neuen Japaner bei Borussia.

Borussia hat doppelte Verstärkung aus Japan geholt! Das Duo über Vorbilder und Ratschläge.

Ein frischer Wind aus Asien für die Fohlenelf: Gleich zwei japanische Neuzugänge, Daiki Hashioka (27) und Zento Uno (22), tragen künftig das Trikot von Borussia Mönchengladbach.

Die beiden kommen mit ganz verschiedenen Voraussetzungen: Hashioka bringt die Erfahrung aus fünf Jahren in Europa mit, Uno hingegen wagt den Sprung direkt von der J-League an den Tegernsee. Zwei Landsleute, deren Pfade sich nun mit einem gemeinsamen Ziel kreuzen.

Ex-Borusse schwärmte Neuzugang von Gladbach vor

Der Transfer ist für Hashioka eine besondere Geschichte. Eineinhalb Spielzeiten lang war er beim belgischen Verein VV St. Truiden Teamkollege von Rocco Reitz. Zu diesem Zeitpunkt hätte er nie gedacht, selbst einmal für die Fohlen aufzulaufen. „Aber die Fußballwelt ist klein“, meinte er im Trainingslager. Das berichtet „rp-online.de“.

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Yukhym Konoplia ging alles blitzschnell: Das Interesse aus Gladbach war da und der 27-Jährige zögerte keine Sekunde. Er kehrte Slavia Prag, wo er unzufrieden war, den Rücken und informierte sich noch schnell bei seinem Kollegen aus der Nationalelf, Ko Itakura. Dieser schwärmte, Gladbach sei ein „großartiger Verein“ mit „fantastischen Fans“. 

Für Hashioka wird mit dem Schritt in die Bundesliga ein lang gehegter Wunsch wahr. „Ich habe gesehen, wie Shinji Kagawa zu Borussia Dortmund gewechselt ist“, berichtete er. „Dadurch wusste ich schon als Kind, wie groß die Bundesliga ist. Es war immer mein Traum, eines Tages selbst in der Bundesliga zu spielen.“ Bereits als er ungefähr elf Jahre alt war, haben ihn die Karrieren von Kagawa und auch die von Takashi Usami, der für den FC Bayern München spielte, stark beeindruckt.

Zento Uno, sein jüngerer Landsmann, gibt sich zwar noch etwas wortkarger, zeigt sich aber genauso zielstrebig. Seine eigenen Stärken beschreibt er als „läuferisch stark“, „gut im Eins-gegen-Eins“ und mit einer Vorliebe für Zweikämpfe. Auch eher hat sich zwar keinen Rat, aber zumindest Inspiration von einem anderen japanischen Bundesliga-Profi geholt. „Ich habe mir eine Zeit lang Spiele von Wataru Endo beim VfB Stuttgart angesehen. Mir hat seine Spielweise und Zweikampfstärke imponiert.“

Für ein schnelles Einleben sorgt ein starkes japanisches Netzwerk im Verein. Die beiden Neulinge formen gemeinsam mit Shuto Machino (kam 2025 von Holstein Kiel) und dem Übersetzer Atsushi Waki eine kleine Gruppe. Waki, der früher selbst kickte, dolmetscht die Kommandos von Coach Eugen Polanski.

Ein weiterer Vorteil: Beide Profis haben sich in Düsseldorf niedergelassen, wo Deutschlands größte japanische Gemeinschaft zu Hause ist, was das Zurechtfinden erleichtert. Hashioka erkennt sowieso Gemeinsamkeiten: „Japaner und Deutsche haben oft sehr ähnliche Persönlichkeiten, wir sind auch sehr diszipliniert. Das hilft bei der Eingewöhnung.“ (red)

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