Borussias Transfer-Strategie könnte durch die Verletzung des Japaners Hashioka noch einmal gehörig ins Wanken geraten.
Nach Horror-VerletzungKippt Borussia jetzt den Scally-Transfer?

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Joe Scally (l.) und Antonio Nusa im Zweikampf
Das 0:3-Debakel der Borussia in Leipzig? Ziemlich zweitrangig angesichts dieser Szenen. Im Fokus standen die dramatischen Szenen um Neuzugang Daiki Hashioka (27).
Der Japaner blieb nach einer üblen Kollision mit RB-Stürmer Antonio Nusa (21) mit heftigen Nackenschmerzen auf dem Spielfeld liegen. Beinahe zehn Minuten dauerte die Behandlung am Spielfeldrand, bei der sein Nacken stabilisiert wurde, bevor ihn ein Krankenwagen mitnahm.
Transfer-Überlegungen der Borussia könnten ins Wanken geraten
Sein Weg führte unmittelbar in die Universitätsklinik. Dort unterzog man Hashioka einer gründlichen Untersuchung, bei der nach vorliegenden Infos verschiedene bildgebende Methoden wie Röntgen, MRT und CT angewendet wurden. Nach seiner Rückkehr nach Mönchengladbach stehen weitere Checks durch die Teamärzte der Fohlenelf an. Das berichtet „bild.de“.

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Daiki Hashioka (Bor. Mönchengladbach) klagt nach einem Zusammenstoß über Schmerzen und wird später mit einer Trage aus dem Stadion getragen.
Manager Rouven Schröder (50) war sichtlich mitgenommen: „Wir können nur das Beste hoffen, das war schon heftig. Er wurde sofort stillgelegt.“ Abseits der Anteilnahme für seinen Spieler muss Schröder jetzt aber gleichzeitig alle Szenarien durchspielen – dazu gehört auch ein potenziell sehr langer Ausfall des Außenverteidigers. Diese Situation bringt die Transfer-Überlegungen der Borussia mächtig ins Wanken.
Plötzlich rückt Joe Scally (23) in den Fokus, der für den angeschlagenen Hashioka ins Spiel kam. Ausgerechnet er! Denn der US-Boy stand eigentlich unmittelbar vor einem Wechsel und sollte bis Dienstagabend, 20 Uhr, transferiert werden. Sein Kontrakt endet nach der laufenden Spielzeit, was für Gladbach einen ablösefreien Abgang bei einem Marktwert von 7 Millionen Euro bedeuten würde.
Zwar existierten laut Schröder diverse Anfragen für den 28-fachen Nationalspieler, doch ein handfestes Angebot war nicht dabei. Jetzt kristallisieren sich zwei Optionen heraus.
Sollte sich doch noch ein finanzstarker Käufer für Scally auftun und Hashioka wirklich lange fehlen, möchte der Sportchef in Sachen Transfers noch einmal nachlegen. Und das, obwohl man eigentlich nur noch Spieler abgeben wollte, wobei auch Tomas Cvancara (25) und Florian Neuhaus (29) im Gespräch waren.
Die zweite Möglichkeit wäre eine totale Kursänderung: Scally darf nicht wechseln! Falls lediglich Offerten im Bereich bis 3 Millionen Euro eingehen, behält Gladbach den US-Amerikaner lieber für die restliche Saisonhälfte. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass er sich trotz seines auslaufenden Kontrakts voll reinhängen wird – das hat er nach seiner Einwechslung in Leipzig sofort gezeigt. Außerdem möchte Scally die kommenden Monate nutzen, um Werbung für seinen großen Traum von der Premier League zu machen. (red)
