Eugen Polanski ist bei Borussia Mönchengladbach Geschichte. Wer wird sein Nachfolger als Trainer? Es fallen überraschende Namen.
Überraschende NamenWer folgt bei Gladbach auf Eugen Polanski?

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Eugen Polanski ist nicht mehr Trainer von Borussia Mönchengladbach.
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Eugen Polanski ist nicht mehr Trainer bei Borussia Mönchengladbach.
Der Klub zog nach drei Niederlagen aus drei Bundesligaspielen die Reißleine, stellte den 40-Jährigen nach dem 0:5 beim SC Freiburg frei. Auch Assistent Tobias Trulsen muss gehen. Vorerst übernimmt Jan-Moritz Lichte aus dem bisherigen Trainerstab. Er war vor Saisonbeginn von Manchester City in die Bundesliga gewechselt.
Rouven Schröder steht vor dem Scherbenhaufen
Sportchef Rouven Schröder steht jetzt vor dem Scherbenhaufen der Saisonplanung. Dabei sollte in Gladbach in dieser Spielzeit alles anders werden. Obwohl Polanski schon in der Vorsaison kriselte, setzte der Gladbach-Boss auch in der neuen Spielzeit auf den bisherigen Trainer.
Dafür wurde der Trainerstab umgekrempelt, der Kader sollte – trotz aller finanziellen Probleme – nach Polanskis Wünschen zusammengestellt werden. Das Ergebnis nach 270 Minuten Bundesliga ist jedoch mehr als ernüchternd.
0:3 bei RB Leipzig, 3:4 gegen die SV Elversberg und 0:5 beim SC Freiburg – Gladbach taumelt nach drei Spieltagen hilflos durch den Tabellenkeller der Bundesliga, ist die Schießbude der Liga. Kein Klub kassierte auch nur ansatzweise so viele Gegentreffer.
Auch neben dem Platz ist Gladbach mindestens ein Pulverfass! Die Fans sind längst auf dem Baum, schickten die Spieler in Freiburg stinksauer aus der Kurve. In der Mannschaft rumort es nach der Kritik vom kriselnden Kapitän Tim Kleindienst („Weniger TikTok gucken!“) – Kleindiensts Gelb-Rote Karte in Freiburg erstickt die Debatte um den Torlos-Stürmer, der in der vergangenen Saison verletzungsbedingt nur sechs Minuten in der Bundesliga für Borussia spielen konnte, jedenfalls auch nicht.
Und jetzt steht Gladbach nach drei Spieltagen wieder ohne Trainer da. Wie schon in der vergangenen Saison. Damals musste Polanski-Vorgänger Gerardo Seoane nach einem 0:4 gegen Werder Bremen im Borussia-Park seinen Hut nehmen. Jetzt sucht Schröder erneut einen neuen Coach für die „Fohlen“.
Reflexartig werden vereinslose Kandidaten wie Ole Werner (zuletzt RB Leipzig), Horst Steffen (zuletzt Werder Bremen) oder Alexander Blessin (zuletzt FC St. Pauli) als mögliche Nachfolger für Polanski in Gladbach ins Spiel gebracht. Doch Werner dürfte die sportliche Perspektive der Borussia nicht reichen, auch sein Gehalt dürfte nach seinem Jahr bei RB Gladbachs Rahmen sprengen.
Horst Steffen ist da schon ein deutlich realistischer Name. „Es kribbelt jetzt schon. Trotzdem muss es eben auch so sein, dass ich das Gefühl habe, dass es der richtige Verein ist“, sagte Steffen am Sonntag der „Deichstube“ in seinem ersten Interview nach seinem Rauswurf bei Werder.
„Wenn das passiert, dann wird es sicherlich auch wieder einen Horst Steffen an der Seitenlinie geben“
„Es geht um Entwicklung, es geht um Spieler, die da sind, es geht um Vereinsverantwortliche, die da sind, und das darf zu der Haltung, zu den Dingen, die ich präsentiere, passen. Wenn das passiert, dann wird es sicherlich auch wieder einen Horst Steffen an der Seitenlinie geben“, so Steffen weiter. Die Aussagen könnten durchaus zu Borussia passen.
Und Blessin? Der war beim Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg bis zum Schluss in der Verlosung, ging aber am Ende leer aus. Der 53 Jahre alte Stuttgarter entstammt als Trainer der RB-Schule, gilt als taktisch flexibel und als Verfechter des Gegenpressings.
Ein weiterer Name, der durch die Gerüchteküche geistert: Mitch Kniat. Mit Arminia Bielefeld erreichte er sensationell das DFB-Pokalfinale, aktuell ist er ohne Job, gilt aber bei Hannover 96 als Top-Kandidat.
Kniats Stil würde zu Gladbach passen. Seine Mannschaften bevorzugen den riskanten Aufbau, hohe Dominanz und unablässiges Anlaufen. Vor allem der Umgang mit Menschen ist seine große Begabung. Kniat gilt als offen, authentisch und direkt.
Christian Eichner (zuletzt beim Karlsruher SC) wird ebenfalls genannt. Er passt sein System flexibel an den Kader an, ist nicht auf eine Formation festgelegt. Sein Hauptaugenmerk legt der frühere Bundesliga-Profi des 1. FC Köln auf das Spiel gegen den Ball mit schnellen Umschaltmomenten.
Ein weiterer überraschender Name, der in Bezug auf Gladbach plötzlich fällt: Dietmar „Didi“ Kühbauer. Der Österreicher steht derzeit beim österreichischen Bundesligisten Linzer Athletik-Sport-Klub (LASK) unter Vertrag), spielt mit den Oberösterreichern Champions League.
Der frühere Wolfsburg-Profi, der nach fünf Siegen in fünf Spielen Tabellenführer ist, würde eine Ablöse kosten, was eher gegen eine Verpflichtung sprechen dürfte.




