Zoff nach dem Derby!Gladbachs Bosse toben wegen des Kölner Siegtreffers

Der Gladbach-Tross um Trainer Blessin steht nach dem verlorenen Derby in Köln vor den mitgereisten Fans.

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Der Gladbach-Tross um Trainer Blessin steht nach dem verlorenen Derby in Köln vor den mitgereisten Fans.

Mega-Frust bei den Fohlen! Insbesondere das entscheidende Tor für Köln erhitzt die Gemüter.

Die Pleite im Derby gegen den 1. FC Köln tut Borussia Mönchengladbach extrem weh. Eine ganz bestimmte Situation steht im Zentrum des gewaltigen Ärgers und der hitzigen Debatten: der Siegtreffer zum 2:1 von Said El Mala.

Bei den Fohlen herrscht das Gefühl, von Referee Florian Badstübner eindeutig unfair behandelt worden zu sein. Warum? In der 68. Spielminute fiel Gladbachs Abwehrmann Daiki Hashioka nach einem Kontakt mit Tom Krauß hin. Nur Momente danach zappelte die Kugel nach einem Schuss von El Mala aus 18 Metern Entfernung im Kasten.

Blessin verärgert über Siegtreffer: „Darf für mich nicht zählen“

Der VAR checkte die Situation zwar, doch Schiri Badstübner erkannte das Tor an, ohne es sich selbst am Bildschirm anzusehen – das brachte die Gladbacher zur Weißglut. Coach Alexander Blessin äußerte sich auf der PK unmissverständlich: „Das Tor darf für mich nicht zählen, weil es ein klares Foul ist. Er geht aktiv in Daiki Hashioka rein, sodass er nicht rausverteidigen kann.“

Der Trainer setzte noch einen drauf und betonte, Krauß gehe „mit voller Wucht rein“. Mit einem fast schon spöttischen Unterton ergänzte er: „Das muss mir jemand erklären. Ich war jetzt drei Monate raus.“ Das berichtet „rp-online.de“.

Sportdirektor Rouven Schröder war exakt derselben Meinung: „Für mich war es ein Foul. Said El Mala hat das wunderbar gemacht, aber meiner Meinung nach hätte man dieses Foul in einer so engen Situation pfeifen müssen.“

Auch Mittelfeldakteur Philipp Sander äußerte sich ähnlich. „Für mich war es ein klares Blocken von Daiki Hashioka“, erklärte der Spieler, der es besser gefunden hätte, „dass der Schiedsrichter sich die Szene noch einmal anschaut.“ Gleichzeitig gestand er aber auch: „Ich muss aber auch gestehen, dass ich mir die Szene selbst noch einmal ansehen muss.“

Allerdings existieren auch andere Meinungen zu dem kontroversen Duell. Die Entscheidung wurde zwar als streng, aber dennoch verständlich eingestuft, weil Krauß seine eingeschlagene Richtung einfach beibehielt, ehe die Kollision passierte.

DAZN-Experte Tobias Schweinsteiger schätzte die Situation ebenfalls nicht wie die Gladbacher ein: „Das ist kein Foul. Es ist sehr, sehr grenzwertig.“ Er bezeichnete es als einen „Unfall, der für Köln gut ausgeht“, weil sich Hashioka in die direkte Laufbahn von Krauß bewegt habe.

Ob der Abwehrspieler ohne die Berührung mit Krauß den Torschuss von El Mala noch hätte verhindern können, ist unklar. Diese Überlegung war für die Beurteilung durch den Unparteiischen aber sowieso irrelevant. (red)