Ein neuer Coach wird in Gladbach gesucht. Die Anforderungen stehen fest.
Trainer-Debüt im DerbyDas ist Schröders Anforderungs-Katalog für den neuen Coach

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Viel Arbeit für Rouven Schröder.
Bei Borussia Mönchengladbach läuft die Suche nach einem neuen Coach auf Hochtouren! Rouven Schröder, der Sportchef, hat nach der Trennung von Eugen Polanski nun die Fäden in der Hand. Es eilt, aber eine Zwischenlösung für das bedeutende Spiel zu Hause gegen den 1. FSV Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr) steht schon.
Jan-Moritz Lichte, der Co-Trainer, springt zunächst ein und bereitet die Mannschaft ab Dienstag auf das Match vor. Unterstützung erhält er dabei von Markus Gellhaus, der als sein Assistent fungiert.
Kein Trainer-Experiment bei Borussia!
Aber Lichte ist lediglich eine Übergangsfigur, das wurde intern unmissverständlich mitgeteilt. Daran würde auch ein überwältigender Sieg gegen Mainz nichts ändern – im Anschluss tritt er wieder einen Schritt zurück.
Geplant ist, den neuen Chefcoach während der Länderspiel-Unterbrechung der Öffentlichkeit vorzustellen. Der Nachfolger von Polanski soll dann am 11. Oktober im hitzigen Derby beim 1. FC Köln sein Debüt feiern. Das berichtet „rp-online.de“.
Und was für ein Typ wird gesucht? Die Kriterien sind glasklar: Man will einen Coach mit Erfahrung, der bereits Erfolge nachweisen kann und dem Druck des Abstiegskampfes gewachsen ist. Er soll Souveränität und Zuversicht verkörpern. Ein Experiment oder ein Projekt mit einem Trainer schließt man kategorisch aus. Eine bestimmte Altersvorgabe gibt es nicht.
Kandidaten wie Alexander Blessin oder Horst Steffen würden ideal in dieses Schema passen. Steffen, mit einer Vergangenheit bei Gladbach als Aktiver und Jugendcoach, war bereits nach dem Abschied von Gerardo Seoane im Gespräch und wurde kürzlich sogar im Stadion gesehen.
Blessin, geprägt von der RB-Philosophie, verkörpert taktische Variabilität und defensive Stärke – Attribute, die den Fohlen aktuell guttun würden. Christian Eichner, der den KSC lange stabil hielt, ist ebenfalls im Rennen, ihm mangelt es jedoch an Erfahrung im Oberhaus.
Es gibt aber noch mehr interessante Namen auf der Liste der potenziellen Kandidaten. Eine erstklassige Option wäre Ole Werner, aber nach seiner Station bei RB Leipzig hat er vermutlich sportlich wie finanziell höhere Erwartungen. In Österreich macht Dietmar Kühbauer mit dem LASK von sich reden, ist dort jedoch vertraglich gebunden, was eine Ablösesumme bedeuten würde. Zu den Spekulationen äußerte sich der Österreicher jüngst nicht.
Weitere Namen, die die Runde machen, dürften hingegen kaum relevant sein. Laut Medieninformationen ist Brian Priske am Niederrhein keine Option. Wegen fehlender Erfahrung als Chefcoach passen Zsolt Löw oder René Maric nicht in das Anforderungsprofil. Und was ist mit den prominenten Trainern? Obwohl die Vereinsführung Christian Streich schätzt, ist eine Rückkehr bei Gladbach extrem unwahrscheinlich. Das Gleiche gilt für Steffen Baumgart und Lukas Kwasniok.
Auch die Konditionen für den neuen Mann sind bereits festgelegt. Ihm wird gestattet, einen eigenen Assistenztrainer mitzubringen, weil mit Polanski auch dessen Helfer Tobias Trulsen den Verein verlassen hat. Zusätzliche Stellen im Betreuerteam wird es aber nicht geben. Schröder forciert die Suche und legt den Entscheidungsgremien schlussendlich seinen favorisierten Kandidaten vor, dessen Bestätigung als Formsache angesehen wird.
Obwohl es finanziell keine Blankovollmacht gibt, ist ausreichend Spielraum vorhanden, um die optimale Lösung für die Fohlenelf zu verpflichten. Dieser Schuss muss sitzen, denn die Situation ist angespannt und der Kampf um den Klassenerhalt ist bereits in vollem Gange. (red)



