Nach der Polanski-Entlassung: Interimstrainer Lichte hat freie Hand und könnte alles auf den Kopf stellen.
Lichte übernimmt bei BorussiaDiese vier Stars müssen jetzt um ihren Platz bangen

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Jan-Moritz Lichte hat bei Borussia jetzt das Sagen.
Die Entlassung von Eugen Polanski (40) hat Folgen: Bei Borussia Mönchengladbach wird fieberhaft ein Nachfolger gesucht. Rouven Schröder (50) prüft zwar Optionen, aber eine Sache ist schon in Stein gemeißelt.
Auch wenn vor dem Wochenende ein neuer Coach präsentiert werden sollte, wird im Duell gegen Mainz am Samstag (15.30 Uhr) eine Übergangslösung die Verantwortung tragen. Jan-Moritz Lichte (46), der bisherige Assistent, übernimmt für dieses Spiel das Kommando.
Lichte stellt alles auf dem Prüfstand
Für diese eine Begegnung hat der bisherige Co-Trainer von Schröder eine Generalvollmacht bekommen. Nach dem desaströsen Start in die Saison ist ein schlichtes „Weiter so“ am Niederrhein undenkbar.
Lichte soll dem Vernehmen nach alles auf den Prüfstand stellen, von der taktischen Ausrichtung bis hin zum Personal. Angesichts der schwachen Vorstellungen in den ersten drei Begegnungen sind angestammte Plätze passé. Das berichtet „bild.de“.
Vor allem auf der Torwartposition könnte es zu einem Wechsel kommen. Moritz Nicolas (28), der im Vorjahr noch die große Stütze war, wirkte bei der 0:5-Pleite in Freiburg extrem wackelig. Sein gewaltiger Fehler ebnete den Weg zum 0:1 und zur anschließenden Demontage. In Daniel Batz (35) wartet ein Konkurrent, der bereits letzte Saison bei Mainz in einer vergleichbaren brenzligen Lage gezeigt hat, dass auf ihn Verlass ist.
Auch die Defensive steht auf dem Prüfstand. Ko Itakura (29) ist seiner Führungsrolle in der Verteidigung bislang nicht nachgekommen. Die Statistik von zwölf Gegentreffern in lediglich drei Spielen spricht eine deutliche Sprache.
Seine frühere Gabe, gefährliche Momente zu antizipieren, lässt er derzeit komplett vermissen. Mit Fabio Chiarodia (21) und Jan Leszczynski (19) stehen zwei hungrige Nachwuchskräfte bereit, die auf ihre Bewährungsprobe lauern.
Selbst vor dem Vize-Kapitän macht die Kritik nicht halt: Kevin Diks (29) ist nach seiner katastrophalen Leistung in Freiburg (BILD-Note 6) alles andere als gesetzt.
Und auch im Zentrum überzeugte Routinier Kevin Stöger (33) nicht, als er für den jungen Matthieu Nguefack (18) auflaufen durfte. Es wäre keine Überraschung, wenn gegen Mainz der spritzigere Nachwuchsspieler erneut eine Chance bekommt. (red)

