Für die Nachfolge von Trainer Eugen Polanski will Borussia Mönchengladbach angeblich kräftig investieren. Ein Kandidat rückt dabei neu in den Fokus.
Hohe Ablöse für neuen Trainer?Neuer Gladbach-Kandidat kommt aus dem Ausland

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Brian Priske trainiert aktuell Sparta Prag. Seine Verpflichtung würde Gladbach eine Ablöse kosten.
Aktualisiert
Borussia Mönchengladbach ist offenbar bereit, für einen neuen Trainer auch eine Ablösesumme in Millionenhöhe zu zahlen. Nachdem Eugen Polanski wegen des desaströsen Saisonbeginns gehen musste, berichtet die „Bild“ am Dienstag von einem verfügbaren Etat von 4 Millionen Euro für seine Nachfolge.
Einen konkreten Namen bringt nun das dänische „Tipsbladet“ ins Gespräch. Demnach seien Gespräche über eine Anstellung von Brian Priske, dem Erfolgscoach von Sparta Prag, vorgesehen. Die „Rheinische Post“ dagegen bremste und berichtete, dass Priske derzeit kein Thema sei.
Brian Priske trainierte auch schon in der Champions League
Der 49 Jahre alte Däne kann eine beachtliche Erfolgsbilanz vorweisen: Im Jahr 2020 machte er den FC Midtjylland in seinem Heimatland zum Champion. Mit Sparta Prag holte er zudem 2023 und 2024 den Titel in Tschechien, wo er seit dem vergangenen Jahr nach einer Zwischenstation in den Niederlanden wieder arbeitet.
Bei seiner vorherigen, kurzen Station bei Feyenoord Rotterdam machte seine Mannschaft in der Champions League 2024/25 von sich reden – durch beeindruckende Erfolge gegen den FC Bayern (3:0) und Benfica (3:1) oder ein 3:3 gegen Manchester City. Es gab aber auch heftige Klatschen gegen Leverkusen (0:4) und Lille (1:6), sodass die Gruppenphase nur mit Mühe gemeistert wurde.
Für Priske müsste Gladbach eine Ablöse in Millionenhöhe berappen. Das berichtet „Transfermarkt“. Angeblich wollen die Fohlen in naher Zukunft mit einem konkreten Angebot auf die Tschechen zugehen.
Zuvor kursierten andere Namen wie der frühere Leipziger Ole Werner, der Ex-Bremer Horst Steffen, der ehemalige St.-Pauli-Trainer Alexander Blessin oder der langjährige Coach des KSC, Christian Eichner. Sie alle wären ohne Transferentschädigung zu haben gewesen.
Dass es nun doch ein Coach werden könnte, der aktuell bei einem anderen Klub angestellt ist, legen die neuesten Informationen der „Bild“ nahe. Dem Blatt zufolge wünscht sich Sportchef Rouven Schröder keinen Neuling ohne Erfahrung, sondern einen etablierten Trainer, der selbstsicher auftritt, die Sprache spricht und sich schon mit dem Verein befasst hat, um eine ausgedehnte Eingewöhnung zu umgehen.
Eine stattliche Ablöse für einen Coach ist am Niederrhein nichts Neues: Im Jahr 2021 legte Gladbach unter dem damaligen Manager Max Eberl 7,5 Millionen Euro für die Dienste von Frankfurt-Trainer Adi Hütter auf den Tisch. Nach nur einem Jahr musste der Coach allerdings gehen, entpuppte sich als Fehl-Investment.
Bis eine dauerhafte Lösung präsentiert wird, übernimmt Co-Trainer Jan-Moritz Lichte vorübergehend die Verantwortung. Er soll die Elf auf die bevorstehende Partie am Samstag (15:30 Uhr) gegen Mainz 05 einstellen. (red)


