Torflaute-Alarm beim HSVGladbach droht jetzt die Rekord-Nullnummer

Torwart Daniel Batz beim Gladbach-Spiel.

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Daniel Batz will seinen Kasten bei Gladbach erneut sauberhalten – hofft aber auf mehr Durchschlagskraft seiner Offensivleute.

Nach zwei torlosen Duellen gegen Hamburg steuert die Fohlenelf auf eine ziemlich triste Bestmarke im Oberhaus zu!

Auf ein Spektakel mit vielen Treffern wetten hier wohl bloß unverbesserliche Berufsoptimisten! Beim Auswärtsspiel von Borussia Mönchengladbach beim Hamburger SV an diesem Freitag (20.30 Uhr/Sky) liegt eine echt schräge Statistik in der Luft: Zum dritten Mal nacheinander könnte die Begegnung 0:0 ausgehen. Dabei spricht im Vorfeld tatsächlich einiges für genau dieses Resultat.

Doch wann zappelte das Leder bei diesem Traditionsduell im deutschen Oberhaus eigentlich zum letzten Mal im Netz? Ein Blick zurück ins Archiv führt uns auf den 12. Mai 2018. An jenem Tag avancierte der heute 36-jährige Lewis Holtby zum gefeierten Matchwinner, als er den Ball zum 2:1-Endstand für die Norddeutschen über die Linie drückte.

Erst sechs Paarungen gelang dieses Kunststück

Geholfen hat dieser Erfolg dem Klub aus dem Norden unterm Strich jedoch kaum, denn direkt danach folgte der bittere Gang für mehrere Spielzeiten ins Unterhaus. Erst seit der vorangegangenen Spielzeit darf das Urgestein wieder erstklassig ran. Die Ausbeute gegen den VfL seit der Rückkehr? Zwei komplette Flauten ohne jeglichen Torjubel! Das berichtet „Bild“.

Fällt auch beim Flutlichtspiel am Freitag kein einziger Treffer, stellt diese traditionsreiche Begegnung eine neue interne Bestmarke auf. Stolze 102 Duelle lieferten sich die beiden Vereine bislang im deutschen Fußball-Oberhaus. Der direkte Vergleich zeigt: Die Borussia ging 34 Mal als Sieger vom Platz, 28 Partien endeten mit einer Punkteteilung und 40 Mal jubelten am Ende die Rothosen. Aber es geht um noch mehr!

Mit einer dritten Nullnummer hintereinander würde man sogar mit einer historischen Bestmarke der gesamten Liga gleichziehen. Während der gesamten Bundesliga-Ära kam es nämlich überhaupt erst bei sechs Paarungen vor, dass drei direkte Aufeinandertreffen am Stück komplett ohne Torerfolg abgepfiffen wurden.

Zwischen den Spielzeiten 1966/67 sowie 1969/70 schafften dies Rot-Weiß Essen und die Braunschweiger Eintracht, ehe der MSV Duisburg im Duell mit Düsseldorfs Fortuna in den Jahren 1971/72 bis 1972/73 gleichzog. Später reihten sich die Duelle zwischen Waldhof Mannheim und Borussia Dortmund (von 1984/85 bis 1985/86) sowie die Partien des 1. FC Kaiserslautern gegen Werder Bremen (Zeitraum 1987/88 bis 1988/89) dort ein.

Stuttgart gleich mit zwei Dreifach-Nullnummern

Abgerundet wird diese kuriose Aufzählung durch den VfB Stuttgart: Die Schwaben produzierten solche Serien sowohl gegen den 1. FC Köln (Saisons 2001/02 bis 2003/04) als auch parallel im Vergleich mit Energie Cottbus (von 2001/02 bis 2002/03).

Trotzdem gibt es da ein wichtiges Detail zu beachten: Das jüngste 0:0 im Oberhaus zwischen der Fohlenelf und den Norddeutschen glich keineswegs einem einschläfernden Rasenschach. Rückblick auf den 17. Januar 2026: An diesem 18. Spieltag der vergangenen Runde brauchte der VfL unter der Regie seines damaligen Übungsleiters Eugen Polanski (mittlerweile 40) massig Glück, um ohne Gegentor davonzukommen.

Seinerzeit nahmen die Gastgeber das Gehäuse von Schlussmann Moritz Nicolas (29) fast im Sekundentakt unter Beschuss, doch der Torhüter wuchs über sich hinaus und hielt den Punkt fest. Diesen Freitag muss der Rückhalt jedoch wegen einer Verletzung passen. (red)

Ein kurzer Check der nackten Zahlen belegt eindrucksvoll, wie stark die Partie damals in eine Richtung kippte: Unglaubliche 27 Abschlüsse verzeichneten die Hanseaten, während der VfL lediglich sechsmal abfeuerte. Allerdings genügte selbst dieser permanente Sturmlauf am Ende nicht, um das Abwehrbollwerk der Gäste vom Niederrhein wenigstens einmal zu knacken. (red)