Gladbach-Juwel in der FalleLeih-Drama in Belgien – Winter-Flucht als Ausweg?

Tiago Pereira Cardoso fängt einen Ball im Training.

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Tiago Pereira Cardoso kommt in Belgien nicht zum Zug, trainiert lediglich. 

Ein Fohlen-Juwel in der Sackgasse! Die Leihe entwickelt sich zum Fiasko.

Eigentlich war der Wechsel auf Leihbasis nach Belgien für das Torwart-Juwel Tiago Pereira Cardoso als das große Karrieresprungbrett geplant.

Doch die Station bei La Louvière entpuppt sich als regelrechter Horror-Trip. Für den jungen Schlussmann, der am 1. März 2025 sein Bundesliga-Debüt für die Borussia bei einem 3:0-Erfolg in Heidenheim gab, steht eine ganze Spielzeit ohne jegliche Spielpraxis im Raum.

Stammkeeper wechselt nicht – und verlängert

Hinter dem ganzen Schlamassel steckt eine überraschende Entwicklung: Der etatmäßige Stammtorhüter des Vereins, Marcos Peano, hatte eigentlich vor, den Klub zu verlassen, um Platz für Pereira Cardoso zu schaffen. Statt eines Transfers gab es aber eine unerwartete Vertragsverlängerung des Kapitäns bis 2029, der somit weiterhin der klare Platzhirsch im Kasten ist. 

Für den Luxemburger ist die Lage extrem frustrierend, da er es nicht mal auf die Bank schafft. Peano hütete in allen bisherigen offiziellen Partien das Tor, Pereira Cardoso war hingegen völlig abgemeldet. Eine mögliche Ursache ist wohl eine Vorschrift, die eine Quote für junge einheimische Akteure vorsieht. Aus diesem Grund bekommt der 18-jährige Théo Radelet als zweiter Keeper den Vorzug.

Die Verantwortlichen bei Borussia kennen die missliche Situation natürlich. Sportdirektor Rouven Schröder erläuterte, dass man zum Ende des Transferfensters noch eine alternative Option für Pereira Cardoso gesucht habe, dies jedoch scheiterte.

Schröder betrachtet die Lage aber auch als eine Möglichkeit zur Reifung: „Wir sind 100 Prozent davon überzeugt, dass Tiago die Situation annimmt. Es ist ein guter Prozess für einen selbst, sich durchzubeißen, heranzuarbeiten und auf seine Chance zu lauern. So wird man erwachsen.“ Das berichtet „rp-online.de“.

Ungeachtet der aufbauenden Kommentare wird am Niederrhein ein Abbruch der Leihe nicht ausgeschlossen. Für die nächsten Monate gab Schröder eine unmissverständliche Prognose ab.

„Wenn bis Winter keine Änderung da ist, überlegen wir, ihn eventuell zu transferieren“, äußerte sich der Sportdirektor. Ein Transfer im Januar würde dem Keeper dann vielleicht doch noch die dringend benötigten Einsätze in der zweiten Saisonhälfte ermöglichen.

Im Profifußball ist es nichts Ungewöhnliches, dass Leih-Deals nicht wie erhofft funktionieren. Eine ähnliche Erfahrung machte auch Borussias aktueller Stammkeeper Moritz Nicolas, der während seiner Leihstationen bei Union Berlin und dem VfL Osnabrück fast gar nicht spielte und für jeden Klub nur ein einziges Mal auflief. (red)

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