Ein entscheidender Faktor torpediert die Suche nach einem neuen Coach in Gladbach.
„Über die Grenzen hinausdenken“Schröder hat ein dickes Problem bei der Trainersuche

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Rouven Schröder bleibt bei der komplexen Trainersuche optimistisch.
Bei Borussia Mönchengladbach wird fieberhaft nach einem neuen Trainer gefahndet. Der Job von Eugen Polanski (40) ist Geschichte, und sein Ersatz soll nach der Partie gegen Mainz am Samstag (15.30 Uhr) während der Länderspiel-Unterbrechung vorgestellt werden.
Sportdirektor Rouven Schröder (50) hat den Kreis der Anwärter nach eigenen Angaben schon auf „zwei bis drei“ Personen verkleinert. Allerdings ist der Markt für Coaches momentan so heiß umkämpft, dass sich die Situation jederzeit ändern kann.
Rouven Schröder: „Borussia ist ein attraktiver Arbeitgeber“
Obwohl Schröder hervorhebt, dass die Borussia als „attraktiver Arbeitgeber“ gilt und man sich in „sehr guten Gesprächen“ wähnt, macht ein gewaltiges Hindernis den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung: der Faktor Zeit! Genau aus diesem Grund hat sich der Verein schon bei zwei potenziellen Trainern eine Abfuhr eingehandelt.
Bei Ole Werner (38) und auch bei Jens Wissing (38) lag das Problem weder bei den Finanzen noch beim Spielermaterial, sondern einzig am ungünstigen Moment. Werner kostet seine Auszeit vom Fußball voll aus und sieht sich noch nicht für einen neuen Job gewappnet, während Wissing erst kürzlich einen lukrativen Kontrakt bei Al-Ittihad in Saudi-Arabien unterzeichnet hat. Das berichtet „bild.de“.
Genau diese zeitliche Problematik könnte jetzt auch bei zwei echten Hochkarätern zum Verhängnis werden. Normalerweise wären Domenico Tedesco (41) und Dino Toppmöller (45) glasklare „Wunschkandidaten“ für die Fohlen. Allerdings sind beide erst kürzlich und für sie selbst unerwartet beim FC Bologna beziehungsweise RC Lens entlassen worden.
Es ist schwer zu glauben, dass einer der beiden schon wieder die Energie für eine neue, intensive Herausforderung hat. Speziell über Tedesco wird berichtet, dass er momentan keine neue Anstellung anstrebt – und die anstehende Länderspiel-Unterbrechung wird daran wohl nichts ändern.
Die Aussichten, Tedesco oder Toppmöller zu bekommen, sind demnach ziemlich gering. Dennoch zeigt sich Schröder optimistisch und unterstreicht, dass man bei der Fahndung „über die Grenzen hinausdenken“ werde.
Er betrachtet den Vorgang als ganz gewöhnlich: „Manchmal ist es auch so, dass etwas nicht in die Timeline reinpasst oder es andere Gründe gibt. Das ist ein ganz normaler Prozess.“ Der Sportchef ist sich sicher, dass am Schluss derjenige Coach kommt, der der „absolute Wunschtrainer“ ist, „weil es da von beiden Seiten passt.“ (red)

