Die Zeit der Ausreden ist vorbei: Nach Polanskis Rauswurf müssen die Top-Spieler liefern!
„Weiß er auch selbst“Gladbach-Star droht Bank – Führungsspieler jetzt gefordert

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Interimstrainer Jan-Moritz Lichte (l.), hier mit Markus Gellhaus, hat sich vor dem Mainz-Spiel auch zu seinen Sorgenkindern geäußert.
Am Samstag (15.30 Uhr) feiert Jan-Moritz Lichte (46) sein Debüt als Gladbach-Trainer, und für die Partie gegen den 1. FSV Mainz 05 hat ihm Manager Rouven Schröder (50) alle Freiheiten eingeräumt.
Nach dem absoluten Fehlstart mit null Punkten und 3:12 Toren, der zur Entlassung von Eugen Polanski (40) führte, kann er nun alles umwerfen, was er will. Das gilt für die Taktik und das Personal. Die Konsequenz: Keiner der bisher gesetzten Anführer ist noch unantastbar.
Führungsspieler enttäuschen beim Saisonstart
Und genau diese Führungsfiguren sind jetzt in der Pflicht. Weil Kapitän Tim Kleindienst (31) nach seinem Platzverweis beim 0:5-Desaster in Freiburg zuschauen muss, rückt Kevin Diks (29) nach und trägt die Binde.
Doch die Form des Innenverteidigers ist bislang in dieser Saison ein einziges Desaster. Er gewährt den Stürmern riesige Freiräume und agiert unglaublich langsam. Die Krönung des Ganzen: eine miserable Zweikampf-Statistik. In Freiburg lag seine Quote bei nur 40 Prozent – für einen Abwehrchef eine absolute Bankrotterklärung. Das berichtet „bild.de“.
Auch bei Phillip Sander (28) klaffen Anspruch und Wirklichkeit meilenweit auseinander. Er gilt als der einzige, der intern auf konstruktive Weise Klartext redet und die jungen Kollegen pusht. Auf dem Platz ist davon aber nichts zu sehen. Beim 0:3 in Leipzig war seine Bilanz mit nur 33 Prozent gewonnener Duelle erschreckend schwach. Borussias Mittelfeldzentrum ist ein offenes Scheunentor, ohne defensive Ordnung und ohne Ideen für den Angriff.
Und dann ist da noch Keeper Moritz Nicolas (28), der ebenfalls gewaltig wackelt. Er wurde frisch in den Mannschaftsrat berufen und sollte nach seiner überragenden Vorsaison mit 13 Partien ohne Gegentor eigentlich für Stabilität sorgen. Doch die Realität ist eine andere: Nach einem soliden Auftakt in Leipzig leistete er sich beim 3:4 gegen Elversberg bei zwei Treffern Fehler und zeigte auch in Freiburg eine wackelige Vorstellung.
Vor dem Mainz-Spiel machte Lichte aber klar: Er setzt weiterhin auf Nicolas „Er ist einer der besten Torhüter, die wir in Deutschland haben. Ohne Wenn und Aber. Dass er jetzt einen Fehler gemacht hat, das ist auch so. Aber er bleibt einer der besten Torhüter in Deutschland“, so der Interimstrainer.
Für einen anderen könnte es aber von der Startelf auf die Bank gehen. Denn auch Ko Itakura (29) hängt seiner Form nach seiner Rückkehr noch meilenweit hinterher. „Ko ist ein ganz wichtiger Spieler für uns. Aber das, was er aktuell auf den Platz bringt, ist nicht das, wo er schonmal war. Das weiß er auch selbst“, sagte Lichte, fügte aber auch hinzu: „Wir werden Geduld mit ihm haben.“ Für den Japaner könnte der junge Pole Jan Leszczynski (19) auflaufen. (red)

